Kleingartenverein "Sparte Salza" e.V.
Gründungsjahr 1904 - erster Gartenverein im Landkreis Nordhausen

Gartentipps von unserem Gartenfreunden und Fachberatern.

Gartenarbeit im Jahresverlauf: Ein Leitfaden für jede Saison. Von der Planung bis zur Ernte: Tipps für Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Für Gärtner gibt es das ganze Jahr über Aufgaben – nicht nur zu Pflanz- und Erntezeiten. Im Folgenden erhalten Sie einen umfassenden Überblick, wie Sie Ihren Garten im Frühling, Sommer, Herbst und Winter gestalten und zum Wachsen bringen können.
Frühling:
Wenn die ersten Frühblüher erscheinen und die Vögel wieder singen, erwacht der Garten aus dem Winterschlaf. Der Saisonauftakt beginnt mit der Planung: Welche Obst- und Gemüsesorten möchten Sie anbauen? Aus welchem Saatgut – eventuell alte oder seltene Sorten? In welcher Menge und auf welchen Beeten? Die Fruchtfolge sorgt für gesunde Pflanzen und trickst Schädlinge aus.
Im März können Sie Beete vorbereiten: Winterschutz entfernen, Boden lockern, Kompost aufbringen. Erdbeeren werden zurückgeschnitten und abgedeckt. Im Frühbeet wachsen bereits erste Aussaaten wie Möhren, Spinat, Rettich, Radieschen, Kohlgewächse und Salat – nachts geschützt durch Vlies.
Alternativ können Sie Pflanzen auf dem Fensterbrett vorziehen und sie ab April langsam an draußen gewöhnen. Frühzeitiges Pikieren verringert den Verpflanzungsschock. Frühkartoffeln werden im April gepflanzt, ebenso Monatserdbeeren.
Rasen, Obstbäume, Sträucher und Zwiebelblumen benötigen im Frühjahr Pflege. Der Rasen wird vertikutiert und an kahlen Stellen nachgesät. Ab Mitte Mai kann eine Blumenwiese angelegt werden – schön und wertvoll für Insekten und Kleintiere.
Obstbäume, Zwiebelblumen und Starkzehrer brauchen jetzt zusätzliche Nährstoffe – am besten umweltfreundlich und organisch, zum Beispiel Brennesseljauche oder Kompost. Bäume und Sträucher können noch umgepflanzt werden. Mulchschichten werden im April entfernt, Himbeertriebe ausgelichtet, Brombeeren zurückgeschnitten.
Nach den Eisheiligen werden Beetlücken gefüllt, Gemüse gesät und Tomaten gepflanzt. Im Ziergarten ist der April ideal für das Pflanzen von Ziergräsern, Sommerzwiebeln und Dahlien – nach den letzten Nachtfrösten werden Sommerblumen und Blumenwiesen gesät. Im Nutzgarten dürfen die vorgezogenen Pflanzen ins Freie und weiteres Gemüse wird direkt ins Beet gesät. Reihensaaten werden ausgedünnt.
Sommer:
Ab Ende Mai kann das erste Obst wie Erdbeeren oder Rhabarber geerntet werden. Markieren Sie ertragreiche Erdbeerpflanzen zur Vermehrung. Frühkirschen reifen Anfang Juni. Im Frühsommer ist noch Pflanzzeit für verschiedenes Gemüse wie Blumenkohl, Brokkoli, Salate, Bohnen, Rettich und Möhren.
Tomaten werden ausgegeizt, Obstbäume von Wasserschossen und kranken Trieben befreit. Frühsommer ist auch ideal zum Hecken schneiden. Neu gesäter Rasen und Rosen werden gedüngt.
Mit steigenden Temperaturen nimmt die Arbeit zu – jetzt beginnt die geschäftigste Zeit im Gartenjahr. Gießen wird zur Hauptaufgabe, besonders im Juli und August. Um Wasser zu sparen, sollten Sie früh morgens und abends gießen und die Beete mulchen. Mulch schützt vor Verdunstung, reduziert Unkraut und führt dem Boden Nährstoffe zu. Gewächshäuser benötigen jetzt besondere Belüftung.
Obst, Gemüse und Kräuter werden im Sommer geerntet und haltbar gemacht – durch Einkochen, Einlegen, Fermentieren, Trocknen und Lagern. Die Ernte sorgt für frische Zutaten und selbstgekochte Lieblingsgerichte.
Auch im Ziergarten gibt es viel zu tun: Verblühte Stauden und Lavendel werden geschnitten, Rosen und Hortensien gedüngt, Hecken eventuell ein zweites Mal gestutzt. Herbstblumen verlängern die Blütezeit bis in den November. Obstbäume werden gedüngt, Beerensträucher vermehrt und bis Mitte August werden Erdbeerpflanzen für die nächste Saison gesetzt. Walnussbäume werden im August geschnitten, Wintergemüse wie Mangold, Feldsalat und Spinat ausgesät.

Wildkräuterflächen im Kleingarten!

Anlegen von Wildkräuterflächen im Kleingartenverein
In den Kleingartenanlagen werden freie Flächen oft mit Zierrasen angelegt. Das entspricht dem augenscheinlichen Empfinden des Kleingärtners. Aber es gibt hierzu noch die Alternative, anstatt Zierrasen, einen Teil im Garten als Wildkräuterfläche anzulegen. Der Handel bietet Blumenkräuterrasen als Saatmischung an. Diese Mischung besteht aus standortheimischen Wildpflanzen und ist sehr Insektenfreundlich. Die Aussaat sollte im Frühjahr oder im Herbst ab September erfolgen. Der Boden sollte mit etwas Sand aufgebessert werden. Das Saatgut wird gleichmäßig verstreut und mit dem Harken Rücken leicht verteilt, da viele Wildkräuter Licht zum Keimung benötigen. Auch bei mehrmaliger Mahd im Jahr blühen die Flächen schön bunt. Der Standort kann sonnig oder auch halbschattig sein. So eine Wildkräuterecke wertet jeden Kleingarten umweltfreundlich auf und entspricht dem Prinzip des Kleingartenwesens. Dies gilt nicht nur in den Kleingärten von der Sparte Salza, sondern auch für alle anderen Kleingärten in Nordhausen.
Werner Schumann


Herbst:
Im September reifen die letzten Früchte wie Äpfel, Birnen und Pflaumen. Neue Blüten bei Tomaten und Paprika werden entfernt, damit die Kraft in vorhandene Früchte geht. Fallobst wird eingesammelt und in der Biotonne entsorgt, um Schädlinge zu verhindern. Leimringe schützen Obstbäume vor Frostspannern.
Der Herbst ist die beste Zeit, um Obststräucher und Rosen zu pflanzen. Das Laub versorgt den Garten mit organischem Material zum Mulchen und für den Kompost. Verzichten Sie auf Laubbläser und -sauger – klassische Rechen sind boden- und klimafreundlich.
Ein Laubhaufen bietet Igeln und Kleinlebewesen ein Winterquartier. Jetzt werden Nistkästen gereinigt. Die Tage werden kürzer, doch trockene und sonnige Stunden bieten Gelegenheit für Gartenarbeiten.
Himbeeren werden zurückgeschnitten, Sträucher wie Holunder ausgelichtet, Frühlingsstauden und neue Hecken gepflanzt, kranke Bäume gefällt. Nach der letzten Ernte werden die Beete abgeräumt und mit Mulch geschützt, reifer Kompost unter die Mulchschicht gegeben. Vor dem Frost wird neuer Kompost angesetzt.
Winter:
Kulturpflanzen benötigen besonderen Schutz vor Frost und Schneebruch. Sträucher werden von Schneelast befreit. Junge Bäume werden mit Kalkfarbe und Kokos- oder Strohmatten geschützt. Mulch schützt vor Frost – Laub, Rindenmulch oder Schreddergut sind dafür geeignet.
Zu Jahresbeginn planen viele die neue Saison: Welche Sorten waren erfolgreich, welche möchten Sie ausprobieren? Gibt es Bauprojekte wie einen Brutkasten für Eichhörnchen, eine Kräuterspirale oder ein Tomatendach?
Vielleicht überlegen Sie, wie Sie Ihren Garten noch naturnaher gestalten können – mit heimischen und alten Sorten, Insektenweiden, Benjes Hecken, Trockenmauern, organischem Dünger und Verzicht auf Chemie.
Im Februar ist Zeit für Bauprojekte und Experimente: Pflanzen vermehren, Saatgut testen, Frühkartoffeln vorkeimen. Gewächshausbesitzer können bereits vorgezogene Pflanzen unter Glas setzen – Vlies schützt vor Frost.
Wühlmäuse und andere Schädlinge werden im Winter bekämpft – Lebendfallen mit Karotte, Apfel oder Sellerie sind geeignet. Obstbäume werden von Fruchtmumien und Fallobst befreit, auf Flechten überprüft und bei milden Temperaturen geschnitten. Der Baumschnitt sollte vor dem Frühjahr abgeschlossen sein; Nistkästen werden rechtzeitig aufgehängt.
Mit dem Winter geht die Jahresuhr weiter – die nächste Gartensaison steht vor der Tür und bald grünt und blüht es wieder.

Spaß an einem Garten?             

Der Kleingartenverein „Sparte Salza“ e.V. in Nordhausen - Salza kann ihnen Gärten anbieten.           

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